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  • Neues zur Entsorgung von Dämmstoffen die HBCD enthalten

    15.09.2017 - Buhck Gruppe,

    Am 1. August 2017 ist die „Verordnung über die Getrenntsammlung und Überwachung von nicht gefährlichen Abfällen mit persistenten organischen Schadstoffen“ kurz POP-Abfall-ÜberwV in Kraft getreten. Insbesondere Wärmedämmplatten aus Styropor mit dem Flammschutzmittel Hexabromcyclododecan (HBCD) unterliegen ab August 2017 dieser neuen Verordnung. Damit ist eine abschließende Regelung des Bundes für derartige Abfälle geschaffen worden, welche die bis Ende 2017 wirksamen Regelegungen endgültig ablöst.

    Zur Erinnerung: Viele ältere Dämmstoffe aus Polystyrol (Styropor) enthalten HBCD. Seit September 2016 mussten Dämmstoffe mit einem HBCD-Gehalt von 1000 mg/kg oder mehr als gefährlicher Abfall eingestuft und in einer für gefährlichen Abfall zugelassenen Abfallverbrennungsanlagen entsorgt werden. Dies führte zu erheblichen Umsetzungsschwierigkeiten, so dass der Gesetzgeber  die Einstufung HBCD haltigen Dämmmaterials als gefährlichen Abfall bis Ende 2017 ausgesetzt hatte.

    Mit der neuen POP-Abfall-ÜberwV werden die dort definierten POP-haltigen Abfälle, insbesondere Abfälle die HBCD in bestimmten Konzentrationen enthalten, dauerhaft als nicht gefährliche Abfälle eingestuft. Gleichzeitig wurden aber die Erzeuger dem Grunde nach verpflichtet diese Abfälle getrennt zu sammeln und zu befördern. Daneben wurde auch eine neue Nachweispflicht für POP-haltige Abfälle eingeführt, um dessen Entsorgung behördlich besser überwachen zu können. Für diese als nicht gefährlich eingestuften POP-haltigen Abfälle ist nun das elektronische Nachweisverfahren gemäß der Nachweisverordnung obligatorisch. Um Erzeuger, die bisher nicht am elektronischen Nachweisverfahren teilgenommen haben zu entlasten, wurde die Möglichkeit geschaffen in Zukunft Sammelentsorgungsnachweise zu nutzen, auch wenn Sie mehr als 20 t dieser Abfallart pro Jahr erzeugen. Dementsprechend betrifft die elektronische Nachweisführung in der Regel ausschließlich die Transporteure/Sammler und Entsorger.

    Da die Zeitspanne zwischen Verkündung und Inkrafttreten der Verordnung nur 7 Tage !!! betrug, ist es in der Praxis zu erheblichen Anlaufschwierigkeiten gekommen. Insbesondere die thermischen Entsorgungsanlagen scheinen sowohl verfahrens- bzw. nachweistechnische Probleme zu haben sich auf die geänderte Rechtslage einzustellen.

    Benötigen Sie Unterstützung? Kontaktieren Sie gerne unsere Buhck-Umweltberatung.

    Hier finden Sie den Inhalt der neuen POP-Abfall-ÜberwV.

    SH Erlass POP-Abfall-ÜberwV.

    NS Erlass POP-Abfall-ÜberwV.

    NGS Merkblatt HBCD

    HH Merkblatt HBCD

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